Soziale Netzwerke

Geheimdienstmethoden auf Facebook

Bislang kennt man solche Verfahren nur aus Hollywood und kann auf Grund dessen nur vermuten, dass die Geheimdienste der Welt schon in der Gegenwart auf eine solche Technik setzen. Doch jetzt zieht auch das Internet nach. Wen wundert es da ernsthaft, dass der Anfang von DER Datensammelstelle Nummer1 gemacht wird – Facebook. Das Soziale Netzwerk wird in naher Zukunft die Gesichtserkennung zum Verlinken der Freunde in den eigenen Bildern einführen. Datenschützer sind zutiefst entsetzt.

Facebook erkennt Gesichter auf Fotos

Das Nutzer von Facebook ihre Freunde auf den eigenen Bildern verlinken ist nichts neues. Zur Zeit passiert dies rund 100 Millionen mal am Tag. In Zukunft will das Netzwerk seinen Mitgliedern aber dahingehend unter die Arme greifen und die Gesichter auf dem hochgeladenen Foto analysieren. Das Produkt dieser Analyse soll dann ein Verlinkungsvorschlag für den Nutzer sein. Facebook ist dann also in der Lage seine Nutzer per Gesichtsanalyse zu untersuchen, zu unterscheiden und Profile für die analysierten Gesichter anzulegen. Die Ankündigung dieser Funktion geht aus einem Blogbeitrag von Justin Mitchell hervor. Weiterhin wurde verkündet, dass die Gesichtserkennung schon in den Startlöchern steht und in den nächsten Wochen auf der US-Version von Facebook angeboten wird.

Was kann ich dagegen tun?

Natürlich ist es klar, dass nicht alle Nutzer auf diese Geheimdienstmethoden stehen. Selbst wenn man bei Facebook registriert ist, möchte man doch noch ein kleines Stückchen Privatsphäre genießen. Aus diesem Grund haben die Entwickler des sozialen Netzwerkes eine Option eingebunden, die das analysieren des eigenen Gesichts untersagt und man so auf keinem Foto automatisch vorgeschlagen werden kann. Diese kann jeder Nutzer für sich aktivieren, wenn er lieber etwas anonymer sein möchte, sofern dies als Facebook-Mitglied möglich ist.

Und der Datenschutz?

Da es prinzipiell jetzt schon möglich ist, alle seine Freunde auf Fotos zu verlinken, scheint dies kein großes Argument gegen Facebook zu sein. Interessant wäre jedoch, inwieweit das Netzwerk die erkannten Gesichter abspeichert und einem Profil zuordnet. Auf Bild.de schrieb ein Nutzer beispielsweise:

Da mit wird es den Behörden noch leichter. Jetzt laden die User ihre Bilder ins Netz die Gesichtserkennungssoftware speichert dann die Daten (Name,Adresse usw.) zu jedem Bild und an Flughäfen oder öffentlichen Plätzen…

Sollte es zu solchen Methoden der Zusammenarbeit von Facebook und Geheimdiensten kommen oder sollte es sogar möglich sein diese erstellen Profile zu hacken, sehe ich ein echtes Problem in diesem Feature. Da die Regierungen aber auch jetzt schon Profile und Bilder ohne weiteres downloaden könnten, scheint dies auch kein schlagendes Argument gegen Facebook zu sein.

Im Prinzip bleibt es alles wie es ist. Mitglied bei Facebook zu sein bringt nicht nur Vorteile und birgt viele Gefahren. Nur wer sich dieser Risiken im klaren ist, kann im Internet weitestgehend sicher sein.



1 Kommentar

  1. [...] vor einigen Monaten habe ich in meinem Blog auf das neue gesichtsscannende Feature von Facebook hingewiesen. Hierbei versucht DAS soziale Netzwerk bei der Profilverlinkung auf Fotos [...]

    Pingback von Facebook scannt dein Gesicht! » Alexander-Klaus.com — 22. August 2011 um 13:40Uhr

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