Google verstößt gegen die eigenen Richtlinien
Das neue Jahr startet gleich mit einer Sensationsnachricht, die von Aaron Wall am 2. Januar ins Laufen gebracht wurde. Google hat eine Werbeagentur beauftragt sich um die Promotion des hauseigenen Webbrowsers zu kümmern. Diese hat dann gegen Bezahlung über den Browser bloggen und das neue Werbevideo mit einbauen lassen.
Da die Werbeagentur ausdrücklich betonte, dass gesetzte Links mit dem NoFollow-Attribut ausgestattet werden sollen, ist dieser Fakt keinen Aufschrei wert. Leider ist es jedoch in mindestens einem Fall dazu gekommen, dass dieses Attribut vergessen wurde. Folglich hat Google einen Link gegen Bezahlung erhalten, was in den Richtlinien des Suchmaschinenanbieters streng verboten ist. Deshalb hat der Webspam-Verantwortliche Matt Cutts sofort verkündet, dass die Webseite von Google Chrome abgestraft wird. Google gibt sich auf Grund der Tatsachen also selber einen Penalty und rankt damit zu dem Wort “Browser” nicht mehr auf den oberen Plätzen. Dies soll für mindestens 6 Wochen der Fall sein.
Aus meiner Sicht ist diese Reaktion eher ein Grundstein für eine virale Marketing-Kampagne. Durch den Fakt, dass Google Links einkauft, wurde bereits ausgiebig gebloggt und der neue Browser nebenbei promotet. Die neuste Entwicklung entfacht die Flamme vom neuen und lässt sie noch stärker brennen. Einen wirklichen Nachteil wird sich Google durch den Penalty nicht gegeben haben. Denn zumindest in meinen persönlichen SERPS steht eine dicke fette und vor allem einsame Adwords-Anzeige von Google Chrome direkt über den ersten Suchergebnissen.
Weitere Informationen zu dem Penalty könnt ihr im Blog von Martin Mißfeldt nachlesen.


test
Kommentar von Konstantin Killutatis (via facebook) — 4. Januar 2012 um 14:05Uhr
Finde ich gut und konsequent. Selbst dann, wenn durch die Werbung kein Defizit festzustellen ist.
Kommentar von David Webb (via facebook) — 4. Januar 2012 um 14:07Uhr
[...] Backlinks sind immer noch das A und O einer Suchmaschinenoptimierung. Was zu Anfangszeiten meiner SEO-Laufbahn noch primär durch Tausch abgewickelt wurde, hat sich aktuell – nicht zuletzt auch wegen der Angst vor Abmahnungen – immer mehr kommerzialisiert. Wer heute gute Backlinks abstauben will muss entweder gute Beziehungen zu früheren Tauschpartnern haben, eigene Linknetzwerke pflegen oder tief in die Tasche greifen. Das Kaufen von Links verstößt allerdings gegen die Google Richtlinie und wird bei bekanntwerden daher mit Penalties bestraft. Das Google in diesem Zusammenhang konsequent ist, zeigt der kürzlich aufgetretene Fall von Google Chrome. [...]
Pingback von Backlinks kaufen und verkaufen! Aber wo? » SHESIGN.de — 6. Januar 2012 um 13:25Uhr